Werden Sie bald ersetzt? Die 4 Tech-Jobs, die am meisten durch A.I. bedroht sind

A.I. bedroht Tech-Jobs

Die Welt kann auf spektakuläre Weise von der Entwicklung künstlicher Intelligenz sowie maschinellem Lernen profitieren. Doch wie viele Experten bereits festgestellt haben, können diese Fortschritte mit erheblichen Konsequenzen einhergehen.

Sollten Sie die Denkweise von Elon Musk teilen, werden auch Sie davon ausgehen, dass der Aufstieg der Maschinen mit einem Endzeit-Szenario aus dem Film „Terminator“ vergleichbar ist. Doch viele Wirtschaftswissenschaftler und Experten glauben, dass die tatsächlichen Konsequenzen mit ganz anderen Risiken behaftet sind: Da die sich stetig weiterentwickelnden intelligenten Systeme immer mehr Aufgabenbereiche übernehmen, die zuvor von Menschen betreut wurden, könnten Branchen wie Kundenservice und Produktion massive Arbeitsplatzverluste erleiden.

Anfang dieses Jahres analysierten ein paar Wirtschaftsexperten aus Boston einige Datensätze und kamen zu dem Schluss, dass mit der Einführung von Robotern die Gehälter der menschlichen Mitarbeiter in den Keller gehen. „Fazit: Roboter ersetzen Arbeiter“, beschrieb ein Bloomberg Artikel die Studie. „Andererseits werden auch die Firmen Arbeitsplätze streichen müssen, die nicht auf Automation setzen; die Kosten steigen und die Kunden wechseln zur Konkurrenz. Für Arbeitnehmer sind Roboter nur ein Teil des Problems.“

Zieht man all dies in Betracht, sind es vor allem diese vier Tech-Jobs, die am ehesten von der A.I. betroffen sein könnten.

Kundenservice und Tech-Support

Im Jahr 2016 rief Facebook Chatbots für Messenger ins Leben. Im vergangenen Jahr hatte der Social-Networking-Gigant versucht, das Programm zu verbessern. Man fügte zwei Features und einen „Bot Store“ hinzu, der nach traditionellen App-Storefronts designet wurde. All dies hat aber nicht unbedingt die Funktionalität der Bots verbessert: Letzen Februar veröffentliche The Information einen Artikel, in dem zu lesen war, dass Bots auf Facebook Messenger während einer Testphase nur „etwa 30 Prozent der Anfragen von menschlichen Usern“ erfüllen konnten.

Trotz dieser sehr öffentlich geführten Debatte über die Wirksamkeit von Bots, schlagen auch andere Firmen mit ihren eigenen Toolkits und Produkten in die gleiche Scharte. Zum Beispiel Microsoft mit einem eigenen Bot-Service, der einen „bot builder“ auf GitHub beinhaltet.

Das Interesse dieser gewaltigen Tech-Unternehmen an Bots bedeutet, dass sich die Software zweifellos verbessern wird, was letztendlich einen signifikanten Einfluss auf den Kundenservice hat. Schließlich ist dies derzeit das Hauptziel vieler Bot-Funktionalitäten. Theoretisch könnte ein ausgereifter Bot einen Großteil aller Service-Anfragen bedienen und somit die Notwendigkeit von massiven, mit Menschen gefüllten Call-Centern ad acta legen. Folglich könnte auch der Tech-Support von dieser Entwicklung betroffen sein.

Entwickler

Wenn Sie die Entwicklung künstlicher Intelligenz in den Nachrichten verfolgen, haben Sie zweifellos Geschichten über A.I. Plattformen gelesen, die menschliche Champions bei Spielen wie Go schlagen. Ein echter Meilenstein, da dies beweist, dass Software tatsächlich Aufgaben effektiv bewältigen kann, die Kreativität und Improvisationstalent voraussetzen.

Und wenn Sie selbst Software entwickeln, dann wissen Sie, dass Kreativität und Improvisation das Fundament Ihres Berufs darstellen. Eine Zukunft, in der A.I. und Automation viele Bereiche der Software-Entwicklung und -Wartung übernehmen, lässt sich da leicht ausmalen. Und dies bedeutet wiederum, dass zumindest ein Teil der Entwickler um ihre Arbeitsstellen fürchten müssen.

System-Administratoren

Die Wartung von IT-Stacks ist eines der bedeutendsten Arbeitsfelder im Tech-Bereich. Wenn Unternehmen anfangen, Budgets enger zu schnüren, um Geld zu sparen, suchen Führungskräfte heutzutage nach automatisierten Lösungen. Aus Sicht des Unternehmens gilt die Devise: Je weniger Arbeitskräfte benötigt werden, um Zeit-Effizienz, Leistung und Sicherheit zu gewährleisten, desto besser.

Startup-Firmen, die A.I.-Entwicklungen mit Unternehmenssicherheit verbinden, erfreuen sich seit neustem über lukrative Finanzierungen. So zum Beispiel die Firma Darktrace, die jüngst eine Finanzspritze von 75 Millionen Dollar erhielt. Auch Google entwickelt derzeit eine A.I., die App-Stores vor Malware und Attacken schützt – ein essentieller Service für alle Firmen, die die Downloads ihrer Mitarbeiter managen müssen.

Sobald A.I. die Sicherheit und andere Aspekte der IT-Wartung übernehmen kann, wird der Bedarf an System-Administratoren automatisch sinken. Dies wiederum zwingt einige Tech-Profis dazu, sich zu spezialisieren, um dieser Entwicklung voraus zu sein.

Fortgeschrittene Fertigungstechnologie

In einem Interview mit Bloomberg letzten Monat gab sich Apple CEO Tim Cook in Bezug auf die fortgeschrittene Fertigungstechnologie in der US-Wirtschaft recht optimistisch: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Robotik die Montagebänder übernimmt, ist sehr hoch,“ sagte er. „Dennoch werden innerhalb der fortgeschrittenen Fertigung eine Menge Arbeitsplätze entstehen.“

Während in den Fabriken von gestern Hunderte von Menschen im Schichtbetrieb arbeiteten, lassen sich die modernen Werke eher mit maschinenbauenden Maschinen vergleichen. Die Gigafactory von Tesla, eine enorme Anlage in Nevada, die bei voller Kapazität bis zu 10.000 Menschen beschäftigt, verlässt sich zusätzlich auch auf eine Armee hochentwickelter Roboter.

All dies heißt nicht, dass Maschinen die menschliche Komponente in der fortgeschrittenen Fertigung vollständig ersetzen werden. Dennoch bedeutet die zunehmende Komplexität der automatisierten Plattformen, dass Roboter mehr denn je in der Lage sein werden, Produkte schneller zu produzieren als Menschen. Wie im Falle der System-Admins bedeutet das für all jene, die in fortgeschrittener Fertigung arbeiten, dass sie sich noch weiter spezialisieren müssen, um in einer A.I.-beeinflussten Arbeitswelt erfolgreich zu sein.

Weitere Artikel

Fünf Programmiersprachen, die langsam aber sicher verschwinden

Nanobots – Der nächste Schritt in der Evolution des Menschen?

UX-Design im IoT – Neue Herausforderungen für Designer

 

No comments yet.

Leave a Reply