Was macht eigentlich ein Agile Coach?

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von Philipp Hellwig, Senior Consultant bei der Pentasys AG

Als ich vor mehr als fünfzehn Jahren meine Karriere begonnen habe, hätte ich nie damit gerechnet, wie sich die Arbeitswelt in der IT-Branche verändern würde. Während die vorab definierte Softwarearchitektur damals noch wie eine „Bibel“ für uns war, an die wir uns streng halten mussten, entsteht Software heute in einem agilen Prozess. Dieser ermöglicht es uns, ein Produkt zu entwickeln, das den Bedürfnissen der Kunden hier und heute wirklich gerecht wird. Denn sonst kann es vorkommen, dass nach langem Spezifizieren und Festlegen ein Produkt entsteht, welches der Kunde gestern noch wollte und brauchte; das aber bei der Fertigstellung schon wieder überholt ist. Die klaren Vorteile der agilen Herangehensweise haben mich deshalb schon früh motiviert, den Berufsweg des Agile Coach und damit eine völlig neue Karriere einzuschlagen.

Als IT-Berater konnte ich dabei ganz auf das Entgegenkommen meines Arbeitgebers, der Pentasys AG, zählen. Was wir intern als „Spirit of Pentasys“ bezeichnen, bedeutet Gemeinschaftsgefühl, Flexibilität und vor allem Gestaltungsmöglichkeiten für den eigenen Aufgabenbereich. In Abstimmung mit meinem Line Manager, der direkt an die Unternehmensführung berichtet, habe ich mich als Scrum Master und Product Owner weitergebildet. Die Zertifizierungen und meine langjährige Projekterfahrung bilden die Grundlage für meine heutige Tätigkeit als Agile Coach.

Aber zurück zur Agilität: Den meisten in der IT-Branche ist dieses Schlagwort schon hinreichend bekannt und viele haben auch schon an Workshops und Seminaren zum Thema teilgenommen. Oftmals ist Agilität im täglichen Arbeitseinsatz aber noch nicht vollständig angekommen, da nur einzelne Techniken oder Werkzeuge bekannt sind, jedoch nicht das „große Ganze“. Bei Agilität geht es um eine grundlegende Erneuerung der Organisationskultur. Deshalb gibt es vor allem in großen Unternehmen hohen Bedarf an externen Beratern, die den Wandel zur agilen Kultur laufend begleiten: Die Scrum Master, Product Owner und eben Agile Coaches.

Derzeit bin ich genau in dieser Funktion bei einem unserer wichtigsten Kunden vor Ort. Dort begleite ich die agile Transformation hautnah mit. Meistens finde ich mich in der Rolle des Sparringspartners wieder: Ich bleibe zwar im Hintergrund des Geschehens, stehe aber stets in einem engen Verhältnis zu den Führungskräften. Ich bereite mit ihnen Meetings vor und nach, stehe ihnen als Berater bei wichtigen Entscheidungen zur Verfügung und helfe ihnen, Maßnahmen zu beschließen, die den Teams auf ihrem Weg helfen können.

In dieser Rolle kann ich für mich viele Vorteile vereinen, die mir auf der jetzigen Karrierestufe wichtig sind. Die Beratungsleistung findet in einem festgelegten Stundenkontingent statt. Dieses leiste ich entweder beim Kunden vor Ort oder vom Home Office aus. Die Flexibilität, die sich hieraus ergibt, hilft mir dabei, Familie und Karriere gut in Einklang zu bringen. Mindestens genauso wichtig ist aber, dass die Tätigkeit als Agile Coach es ermöglicht, über die Rolle des bloßen Umsetzers hinauszuwachsen. Als Agile Coach bin ich ein aktiver Gestalter des agilen Wandels. Und am Ende des Tages merke ich immer wieder, dass gerade die zwischenmenschliche Qualität in meinem Beruf zählt, wo es früher oft „nur“ um Technologie oder Kennzahlen ging.

Insgesamt kann ich von mir sagen, dass ich dort angekommen bin, wo ich immer hin wollte. Agile Coaching ist ein spannendes Berufsfeld, das ich jedem empfehlen kann, der nach langjähriger Erfahrung als Entwickler und IT-Berater das gewisse „Extra“ sucht. Alles, was es dann noch braucht, ist Eigeninitiative, Leidenschaft für das Thema Agilität und einen Arbeitgeber, der für den Entwicklungsweg zum Agile Coach offen ist und ihn aktiv unterstützt.

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