Warum sich Projektmanager weiterentwickeln müssen

Projektmanager

Die rapide Transformation des Aufgabenfeldes im Projektmanagement zwingt Projektmanager (PMs) dazu, neue Wege zu finden, um ihre Rollen und Arbeitsmethoden aufzuwerten. Um relevant zu bleiben und voran zu kommen, müssen PMs veraltete Taktiken und Systeme loslassen, die zu Projektverzögerungen, Kostenüberschreitungen und Frustration in der heutigen iterativen und inkrementellen Entwicklungsumgebung führen können.

Hier schildern wir fünf veraltete Praktiken, die Sie besser abschreiben und mit modernen Methoden ersetzen, die für die heutige Projektlandschaft besser geeignet sind:

Out: An einer einzigen Methodik festhalten
In: Hybrid-Frameworks

„Traditionelle Projektmanagement-Methoden sind für das heutige Umfeld zu starr geworden“ sagt Robert Kelly, PMP, Geschäftsführer von Kelly Project Solutions. „Sich selbst Agile Shop zu nennen, ist genauso veraltet“ fügt er hinzu. Doch wie sieht eine bessere Alternative aus?

„PMs müssen ihre Vorgehensweise anpassen und eine Kombination aus Lean Six Sigma, ITIL und ein gewisses Maß an Agile oder Waterfall verwenden, um sicherzustellen, dass die Voraussetzungen erfüllt werden und den Betriebs- und Geschäftsanforderungen der Organisation entsprechen“ sagt Kelly.

Out: Extreme End-to-End Planung
In: Short-Term Planung

Lange glaubte man, dass ein Mangel an Antizipation, Vorbereitung und weitreichender Vorausplanung das Projekt in eine Katastrophe verwandeln würde, vor allem, wenn es darum geht, die einzigartige Komplexität von großen, langfristigen und sehr kostspieligen Projekten zu managen. Allerdings hat die große Nachfrage in Hinsicht auf kontinuierliche Lieferung, kleine Pilots und kurze Sprints die langfristige Planung zu einem sinnlosen Unterfangen gemacht.

„Es ist ein besserer Ansatz, sich intensiv auf die kommenden 10 Tage zu konzentrieren“ rät Kelly. „Und es ist besser, sich bei der Vorausplanung auf nicht mehr als die nächsten 30 bis 45 Tage vorzubereiten.“

Out: Auf Umfangs-Management fokussieren
In: Beratungswertschöpfung

Obwohl es immer noch wichtig ist, den Umfang der Arbeit täglich zu erweitern, könnte Ihre Karriere im Sand verlaufen, wenn Sie nicht die notwendigen Fähigkeiten entwickeln, Werte zu schaffen, indem sie mit einem beratenden Ansatz zur Problemlösung beitragen.

Die Fähigkeit, Ideen in klaren und nicht-technischen Begriffen auszudrücken und die geschäftlichen Auswirkungen von Lösungen zu erklären, die durch kollaborative Bemühungen mit Interessenvertretern geschaffen wurden, sind zu wichtigen Kompetenzen für Projektmanager geworden. Mit anderen Worten: Technischer Jargon und Fachchinesisch sind out, Geschäftssinn und Marketing-Fähigkeiten sind in.

Out: Einseitige Kompetenz
In: Führung & Motivation

Fokussierte und technisch hochbegabte Mitarbeiter einstellen und sie zum Erfolg führen: Das ist ein veralteter Prozess, der Mitarbeiter demotiviert, unterbewertet und letztendlich ausbrennt. Unternehmen wollen heute rundum kompetente Entwickler, die nicht einfach nur Code produzieren, sondern sich auch im breiteren Umfeld durch Team-Produktivität, Performance-Optimierung, Design und Benutzerfreundlichkeit auszeichnen. Moderne Entwickler wollen nicht kontrolliert werden – Sie wollen inspiriert und geführt werden.

„Projektmanager müssen mehr können, als nur den Zeitplan einhalten“ sagt Joseph Launi, PMP und Präsident von Project Management Experts. „Um effizient zu arbeiten, müssen sie die richtigen Leute auf die passenden Stellen verteilen und ihnen Ressourcen, Unterstützung und Beratung bieten, um ihre Karriere voranzutreiben und erfolgreich zu sein.“

Out: Werkzeuge vor Ablauf
In: Ablauf vor Werkzeugen

Vorbei sind die Tage, an denen man in firmeneigene Projektmanagementsysteme investierte, die Abläufe diktieren oder kostspielige Anpassungen erfordern. Es sei denn, Sie arbeiten in einer sehr großen Organisation, die Hunderte von Entwicklern und Business Analysts beschäftigt.

Stattdessen vertrauen versierte PMs auf cloudbasierte Tools und Apps, die ihre bereits vorhandenen und für gut befundenen Modelle, Projektportfolios und Best Practices unterstützen.

„Wenn man Werkzeuge über Abläufe stellt, dann sattelt man das Pferd von hinten auf“ sagt Launi. „Außerdem kann Ihr Ruf als PM schnell darunter leiden, wenn Stakeholder fragen, warum das Tool, das Sie verwenden, nicht funktioniert, wenn das eigentliche Problem erst dadurch entstanden ist, dass das Tool den Workflow und die Abläufe Ihres Teams durcheinanderbringt.“

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About Leslie Stevens-Huffman

Leslie Stevens-Huffman ist Autorin mit Schwerpunkt Business & Karriere und lebt in Südkalifornien. Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Personalvermittlungsbranche und schreibt Blog-Posts und Vorlagen für Lebensläufe. Zudem gibt sie den IT-Experten in der englischen Dice-Community seit 2006 praktische Karrieretipps. Ihren Bachelor-Abschluss in Englisch und Journalismus machte sie an der University of Southern California.
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