Unglücklich im Job: 6 Anzeichen dafür, dass Sie kündigen sollten

Unglücklich im Job

Ein Jobwechsel ist heutzutage zwar immer noch aufregend, aber als „Bruch im Lebenslauf“ kann man das wirklich nicht mehr bezeichnen. Viele Arbeitnehmer wechseln alle paar Jahre regelmäßig den Arbeitgeber und tatsächlich empfehlen Experten gerade in der IT-Branche einen regelmäßigen Job-Wechsel, um stets am Ball zu bleiben. Allerdings gibt es bessere und schlechtere Zeitpunkte für eine Kündigung. Wir zeigen Ihnen 6 Anzeichen dafür, wann es wirklich an der Zeit für Sie ist, zu kündigen.

 

#1 Es ist alles so sinnlos!

Warum mache ich das eigentlich? Vielen reicht bei einem Job das Gefühl, Sicherheit und ein anständiges Gehalt zu haben. Manchen ist das allerdings ist nicht genug. Sie suchen im Beruf auch persönliche Erfüllung. Und werden dann unglücklich, wenn sie diese nicht finden, weil sie sich tagein tagaus mit denselben langweiligen Problemen und Aufgaben herumschlagen. Das macht nicht nur keinen Spaß, es drängt sich auch das Gefühl auf, dass es völlig egal ist, ob man seinen Job gut, schlecht oder überhaupt nicht macht – und man hat das Gefühl zu stagnieren. Wenn sich Ihnen dieses Gefühl aufdrängt, ist es wirklich an der Zeit, zu kündigen!

 

#2 Eine Beförderung lässt viel zu lange auf sich warten

Jüngere Kollegen ziehen auf der Karriereleiter an Ihnen vorbei, die nächsthöhere Position wird von einem Kollegen besetzt, der nicht daran denkt, seinen Platz zu räumen oder Ihr Betrieb ist so klein, dass Aufstiegsmöglichkeiten schlicht nicht vorhanden sind. So bleiben Sie Jahr um Jahr auf derselben Position mit denselben Aufträgen und Verantwortlichkeiten und nach der Langeweile stellt sich irgendwann auch Frust ein. Das kann einen zermürben, vor allem dann, wenn man Energie, Lust und die Skills für neue und spannendere Aufgaben hätte – und ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass es Zeit ist, zu kündigen. Außerdem: Bei einem Jobwechsel sind Karriere- und Gehaltssprünge der Regelfall.

 

#3 Geringe Wertschätzung für die Arbeit – auch in Form von Gehalt

Wenn das Gehalt die einzige Motivation ist, morgens auf der Arbeit zu erscheinen – und das dann auch noch niedrig ausfällt, ist bei vielen der Ofen völlig aus. Bei der Zahl auf dem Lohnzettel geht es nämlich nicht nur darum, Miete und Auto bezahlen zu können. Sie ist auch ein Gradmesser dafür, wie viel man im wahrsten Sinne des Wortes „verdient“ hat. Und wenn die eigene Leistung für den Betrieb nicht angemessen honoriert wird, kann das unglücklich machen. Wenn Sie das Gefühl haben, sich für nichts und wieder nichts abzurackern und nur Undank zu ernten, ist das ein Anzeichen dafür, dass eine Kündigung eine gute Idee wäre – vielleicht aber erst, nachdem Sie es mit einer ernsthaften Gehaltsverhandlung probiert haben.

 

#4 Fehlende Identifikation mit dem Unternehmen

Sie erzählen nicht so gerne herum, für wen Sie eigentlich arbeiten, denn Ihr Unternehmen hat seinen miesen Ruf verdient? Es wird vor sich hin gewirtschaftet, ohne auf Rückmeldungen oder Beschwerden von Kunden zu reagieren, miese Produkte werden mit fragwürdigen Slogans beworben und die Behandlung der Mitarbeiter ist unterirdisch. Eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis diesem Unternehmen erst die Kunden und dann die Mitarbeiter davonlaufen – es sei denn, diese sind genauso skrupellos wie die Unternehmenskultur. Wenn Sie nichts vom Geschäftsgebaren Ihres Arbeitgebers halten und euch verbiegen müsst, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen: Dann ist das ein sicheres Anzeichen dafür, dass Sie kündigen sollten!

 

#5 Arbeitspensum und Zeit passen nicht zueinander

Wer dauerhaft einer unzumutbaren Belastung ausgesetzt ist, der steuert unaufhaltsam auf den Burnout zu. Natürlich kann es mal zu Engpässen kommen, wenn ein Auftrag noch unbedingt fertig werden muss, ein Kollege überraschend ausfällt, und Überstunden einfach sein können. Wenn die Überlastung allerdings zum Dauerzustand wird, muss sich schleunigst etwas ändern! Dasselbe gilt für das Gegenteil: Die Aufgaben, die Ihnen übertragen werden, arbeiten Sie schon nach kurzer Zeit ab – und den Rest des Tages drehen Sie Däumchen und ein Gefühl von Sinnlosigkeit breitet sich aus. In beiden Fällen müssen Sie aktiv werden – wenn ein Gespräch mit Team und Vorgesetzten nichts hilft, ist es Zeit, die Reißleine zu ziehen und die Kündigung zu schreiben.

 

#6 Teamgeist und Kollegialität lassen zu wünschen übrig

Die Hölle, das sind die anderen!

Jean Paul Sartre

Die Menschen, mit denen man sich acht Stunden am Tag umgibt, tragen einiges dazu bei, auch den ödesten Job lustig und spannend zu gestalten – oder einem umgekehrt eine eigentlich schöne Arbeit zur Hölle zu machen. Ein mieses Klima im Büro, Kollegen mit denen man persönlich einfach überhaupt nichts anfangen kann oder ein mieser Chef lassen viele schnell verzweifeln. Natürlich kann man bei kleineren Konflikten am Arbeitsplatz zunächst das persönliche Gespräch mit den Kollegen oder dem Vorgesetzten führen. Aber wenn die Stimmung erst mal ruiniert ist, wird man so schnell nicht mehr warm miteinander. Da hilft oft nur ein Wechsel – in eine andere Abteilung, oder wirklich in einen ganz neuen Job.

 

Viele ITler sind unzufrieden im Job – gehören Sie auch dazu?

Ein großer Teil der fest angestellten ITler gibt bei unserer jährlichen Umfrage für den Dice Job Market Report an, dass sie vorhaben, ihren Job zu wechseln. Zuletzt waren sogar 75 % aller Befragten bereit, ihren Arbeitgeber zu verlassen. Sie fühlen sich unterfordert, möchten mehr verdienen und erhoffen sich von einem neuen Job mehr Karrieremöglichkeiten. Wie steht es mit Ihnen? Trifft bei Ihnen ein oder sogar mehrere der obengenannten Anzeichen zu? Dann sollten Sie ernsthaft über eine Kündigung nachdenken.

Aber! Egal wie unzufrieden Sie mit Ihrem derzeitigen Job sind, tun Sie sich einen Gefallen und kündigen Sie wirklich nur, wenn ein neuer Arbeitsvertrag unterschrieben ist oder der Plan für Ihre Selbständigkeit in trockenen Tüchern ist. Sonst kann es unter Umständen zu einem Karriereknick kommen, den Sie nicht so leicht überbrücken. Hinzu kommt, dass Sie aus der Arbeitslosigkeit heraus in der Regel in einer schlechteren Verhandlungsposition gegenüber einem neuen Arbeitgeber sind. Gut zu wissen: Wenn Sie selbst kündigen und arbeitslos werden, gibt es die ersten drei Monate meist auch kein Arbeitslosengeld vom Staat. Das wollen Sie wirklich nicht riskieren, wenn es sich vermeiden lässt!

 

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Foto: Pexels

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