Time-Management-Tipps für Ihre Jobsuche

Time-Management Tipps

Die Suche nach einem neuen Job kann sich oft in eine nervenzehrende und entmutigende Erfahrung verwandeln. Nichtdestotrotz: Wenn Sie die folgenden Richtlinien beachten, kann Ihre Jobsuche durchaus produktiv und erfolgreich sein.

Planen Sie Ihre Suche – und passen Sie sie an

Arbeitssuchende verbringen oft viel Zeit damit, ihren Lebenslauf zu versenden und darauf zu hoffen, dass sie jemand zurückruft: Ein Ansatz, den Karriere-Trainerin und Recruiter Molly Mapes als “Firing-Post-Strategie”, übersetzt etwa “ins Blaue schießen” bezeichnet.

Sich einfach wahllos für verschiedene Stellen zu bewerben, kostet zwar nicht viel Zeit und Mühe, ist aber auch nicht sehr effektiv. „Viele Leute haben das Gefühl, dass sie sich unglaublich Mühe geben, weil sie jeden Tag 400 Bewerbungen losschicken: Sie glauben, dass sie so die Dinge in die Hand nehmen, aber sie werden wahrscheinlich nicht die gewünschten Ergebnisse erhalten“, sagt Mapes.

„Das Schlimmste daran: Wenn sie keinen Rückruf erhalten, dann macht sich schnell eine tiefe Hoffnungslosigkeit breit.“ Sie bekommen das Gefühl, dass sie niemals etwas finden werden.

Anstatt sich auf jeden x-beliebigen Job zu bewerben, sollten Sie als Erstes herausfinden, welche Art von Job Sie eigentlich möchten, oder welche Arbeitsumgebung Ihren Wünschen am besten entspricht. Nehmen Sie sich ein paar Tage Zeit, um ein Inventar Ihrer vorhergehenden Jobs zu machen (oder Ihres aktuellen Jobs, falls Sie gegenwärtig arbeitstätig sind).

Überdenken Sie vor allem folgende Punkte:

  • An welchen Projekten haben Sie am liebsten gearbeitet?
  • In welchem Arbeitsumfeld haben Sie sich wohlgefühlt?
  • Mit welchen Abteilungen / Kunden haben Sie gerne zusammengearbeitet?

Mit dieser Liste im Hinterkopf denken Sie dann darüber nach, was Sie von jedem vorhergehenden Job beibehalten und natürlich auch was Sie ändern möchten. Im Idealfall gibt Ihnen das die notwendige Grundlage für die Suche nach Firmen und Positionen, an denen Sie interessiert sein könnten. Vergleichen Sie potenzielle Arbeitgeber mit der Liste Ihrer Präferenzen. Dieser maßgeschneiderte Ansatz kann zu guten Ergebnissen führen.

Teilen Sie Ihre Zeit ein

Wenn Sie derzeit arbeitslos sind, besteht die Versuchung, die Jobsuche als Vollzeittätigkeit zu betrachten. Wenn Sie 40 Stunden die Woche mit der Suche nach einem neuen Job verbringen, besteht jedoch die Gefahr eines Burn-Outs. „Was Sie fühlen, ist ganz normal. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst“, rät Mapes. Das macht man am besten, indem man sich die Zeit für die Arbeitssuche gut einteilt.

Mapes empfiehlt, täglich nur ein bis zwei fokussierte Stunden auf die Jobsuche zu verwenden. Entweder jeden Tag, wenn Sie gerade arbeitslos sind, oder nur ein oder zwei Tage die Woche, wenn Sie Ihre Suche mit einem Vollzeitjob kombinieren.

Wenn Sie gute Leads und Antworten erhalten, müssen Sie den Zeitaufwand für die Suche nicht unbedingt anpassen. Wenn die gewünschten Ergebnisse jedoch ausbleiben, können Sie entweder mehr Zeit in die Jobsuche investieren, oder erneut auswerten, ob Sie Ihre Zeit auch wirklich effektiv nutzen (und ob Ihre Suche spezifisch genug ist). Der Aufbau einer Art Eigendynamik ist bei jeder Arbeitssuche ein wichtiger Faktor. Das heißt, wenn Sie die Suche nur frustriert, dann ist es okay, sich einen Tag davon frei zu nehmen.

Persönliches Networking

Ergänzen Sie Ihre Bewerbungsliste mit Positionen, die Sie auf Jobbörsen durch persönliches Networking gefunden haben. Vielleicht treffen Sie sogar auf Leute, die für die Unternehmen arbeiten, bei denen Sie sich bewerben möchten, und erhalten Insider-Details.

Mal ganz abgesehen von Networking, sollten Sie vielleicht auch mit vertrauenswürdigen Recruitern sprechen. Diese Strategien – sowie Selbstvermarktung und Nebenprojekte – können Ihrer Jobsuche den notwendigen Kick geben.

Überprüfen Sie Ihre Ergebnisse und passen Sie Ihre Strategien dementsprechend an

Nach einem Monat – in dem Sie Ihre Bewerbung an die Unternehmen versenden, für die Sie arbeiten möchten – halten Sie einen Moment inne, und überprüfen Sie Ihre Ergebnisse. Wenn es keine nennenswerten Ergebnisse gibt, dann müssen Sie sich klarwerden, was genau schiefgelaufen ist.

Zum Beispiel, wenn Sie unerwünschte Anfragen von Personalvermittlern oder Informationen über Positionen erhalten, die nicht relevant sind oder Jobs ansprechen, die Sie nicht wirklich interessieren, dann überprüfen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen. Unerwünschte und irrelevante Anfragen sind bei der Jobsuche unvermeidlich, dennoch sollten Sie kontrollieren, ob in Ihrem Lebenslauf irrtümlich etwas darauf hindeutet, dass Sie diese “falsche“ Stelle suchen.

Wenn Sie nicht von den Unternehmen oder Jobs, die Sie interessieren, hören, dann stellen Sie sicher, dass Ihr Lebenslauf den von Ihnen gewünschten Positionen angepasst ist. Werfen Sie einen Blick auf die Keywords, die Sie verwenden, wie Sie sich beschreiben und ob relevante Erfahrungen gut hervorgehoben sind. „Wiederholen Sie nicht immer wieder die gleichen Fehler“, sagt Mapes.

 

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