Studie: “Dr. Jekyll und Mr. Hyde”-Chefs sind die Allerschlimmsten

schlechter chef

Fiese Chefs sind das Schlimmste, und sie sind überaus vielfältig. Eine neue Studie stellt einen Vertreter vor, der so mies ist, dass das Gefühl entsteht, man müsse sich mit zwei schlechten Managern gleichzeitig rumschlagen.

Die University of Exeter veröffentlichte jüngst eine Studie, die belegt, dass Chefs mit einer „Jekyll & Hyde“-Persönlichkeit tatsächlich das Größte aller Übel darstellen. Diese Vorgesetzten lösen bei ihren Angestellten wahre Angstzustände aus.

Die Studie fügt hinzu, dass Menschen tatsächlich lieber für Manager arbeiten würden, die immer und konstant unausstehlich sind. (Ein maßgeblicher Faktor für das allgemeine Angstgefühl ist zudem das Verhältnis unter den Mitarbeitern. Auch dieses kann durch einen Chef, der seiner Emotionen nicht unter Kontrolle hat, geschädigt werden.)

Zusätzlich zu dem Gefühl der Hassliebe, das Angestellte ihrem Chef gegenüber empfinden, hat Dr. Allan Lee deren Ambivalenz gemessen:

Der Fokus liegt meist darauf herauszufinden, ob das Verhältnis zwischen Managern und Angestellten gut oder schlecht ist. Doch manchmal ist beides der Fall, und es ist wichtig, dies zu skalieren. Bosse belohnen und bestrafen ihre Angestellten, was sich natürlich auf deren Selbstwertgefühl auswirkt. Wenn das Team aber zu variierenden Zeiten verschiedene Rollen besetzen muss, da ihr Vorgesetzter sowohl gut wie auch böse sein kann, so wird er oder sie logischerweise höchst ambivalent wahrgenommen.

Die gespaltene Wahrnehmung des Chefs ist für einen Mitarbeiter extrem negativ. Eine klare Einstellung gegenüber den Angestellten wirkt sich deutlich positiver auf deren Leistungen aus. Wenn es mal angenehm und mal unangenehm ist, mit Ihrem Manager zu interagieren, lässt es sich auch kaum einordnen, was er von Ihnen hält. Zudem sind seine Verhaltensweisen kaum einschätzbar. In diesem Szenario eine Vertrauensbasis aufzubauen, ist fast unmöglich. In Konsequenz entsteht ein negatives, angespanntes Betriebsklima, das sich wiederum schlecht auf die Arbeitsleistung auswirkt.

Diese Erkenntnisse sind durchaus glaubhaft. Wir geben des Öfteren Ratschläge dazu, wie man mit schlechten Managern umgehen kann. Letztendlich kommt es immer auf die gegenseitige Beziehung mit der Führungsetage an. Selbst wenn Sie keinen persönlichen Kontakt mit einem Manager pflegen, gilt es, einen gemeinsamen Nenner zu finden, der den Grundstein für einen gemeinsamen Weg in die Zukunft legt.

Sollte ein Boss aufgrund seiner sprunghaften Persönlichkeit dichotische Botschaften aussenden, leidet dadurch die Zusammenarbeit. Es ist schwierig, ein harmonisches Arbeitsverhältnis mit Ihrem Vorgesetzten aufzubauen, wenn Sie sich nie sicher sein können, wen Sie bei Arbeitsbeginn vor sich haben.

Leider lässt sich in Bezug auf diesen Manager-Typ kaum etwas machen. So lange nichts Drastisches passiert (wie z. B. Belästigung), bleibt Ihnen ein Regress wahrscheinlich verwehrt. Falls sich andere im selben Boot befinden, könnte es eventuell hilfreich sein, Ihren Boss als Gruppe konstruktiv auf das Problem anzusprechen.

 

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