Social-Recruiting – 9 Tipps, wie Sie den neuen Trend für Ihre Karriere nutzen

handshake, social netwok concept

Es war einmal ein IT-ler, der seinen Traumjob fand. Der Clou dabei: Er hatte nicht einmal aktiv suchen müssen. Der Job kam direkt zu ihm. Ein modernes Märchen? Nein, moderne Realität. Gerade die IT ist ein Sektor, in dem immer mehr neue Arbeitsverhältnisse durch Social-Media-Recruiting geknüpft werden. Laut der letztjährigen Studie von Socialmedia-Recruiting spielen gerade Active-Sourcing-Aktivitäten eine zunehmend wichtige Rolle: 46% der Unternehmen betreiben Active-Sourcing, wenn Sie eine neue Stelle besetzen wollen. Um diesen Recruiting-Trend effektiv für die eigene Karriere zu nutzen, haben Sie zahlreiche Möglichkeiten.

Wir geben Ihnen 9 leicht umsetzbare Tipps, wie Sie sich auf professionellen Netzwerken perfekt präsentieren können.

 

1. Profile in Professional Networks für Social-Recruiting pimpen

Betrachten Sie Ihre Profile in beruflich orientierten Netzwerken wie Xing, LinkedIn und Google+ als dauerhaftes Bewerbungsschreiben. Die beiden Zauberworte lauten hier: Aktualität und Professionalität. Eigentlich logisch? Ja, aber prüfen Sie Ihr Profil noch einmal genau. Würden Sie einen direkten Export Ihres Profils als Bewerbungsschreiben losschicken? Ist alles aktuell, ordentlich ausgefüllt und perfekt formuliert? Falls Ihre Antwort Nein lautet, gibt es klaren Handlungsbedarf.

Das erfordert Arbeit, ja. Aber denken Sie daran: Ein nicht gepflegtes Profil bei Xing ist schlimmer als gar kein Profil. Sieben Sie also aus. Sie sollten sich auf die professionellen Netzwerke beschränken, die Sie auch regelmäßig pflegen können. Doch wer mehr Accounts bei verschiedenen Plattformen hat, wird natürlich besser gefunden. Hier gilt es also, die goldene Mitte zu finden. Wenn Sie ein bereits bestehendes Profil schon über lange Zeit schlimm vernachlässigt haben und es auch in nächsten Zeit nicht aktualisieren werden, hilft nur eins: Löschen!

2. IT-bezogene Social Networks: Besondere Aushängeschilder für Online-Recruitment bewusst nutzen

Plattformen wie GitHub, StackOverflow, Slashdot, Microsoft TechNet oder SourceForge sollten Sie auch immer als erweitertes Bewerbungsschreiben sehen. Nicht nur Personaler sehen sich hier ebenfalls nach passenden Kandidaten um. Gerade viele Startups verlagern das Online-Recruitment weg von konkreten Einzelpositionen und geben die Aufgabe dezentral an alle Mitarbeiter weiter.

Betrachten Sie Ihre Beiträge und Profile auf den genannten Tech-Plattformen mit den Augen eines potenziellen Arbeitgebers. Hier geht es um Ihr Arbeitsfeld! Also achten Sie darauf, dass möglichst viele Ihrer Skills optimal präsentiert und abgedeckt sind. Meist ergibt sich das ohnehin von selbst. Schließlich machen die meisten Menschen das, was sie gut können, auch gern und häufig.

Sicher kann es aber nicht schaden, Ihre Accounts einmal gründlich aufzuräumen und z. B. Veraltetes und Unfertiges zu löschen.

3. Die goldene 1x-pro-Woche-Regel: Halten Sie Ihre Online-Profile für Recruiting jederzeit up-to-date

Auf allen Professionellen Netzwerken wird Ihnen in den Nutzungshinweisen vorgepredigt, dass Sie Ihr Profil regelmäßig pflegen sollen. Wie oft ist „regelmäßig“? Das absolute Minimum lautet hier: 1 Mal pro Woche. Manche Ihrer Netzwerke werden Sie sowieso häufiger nutzen. Für alle anderen sollten Sie sich einen festen Termin in Ihrem Kalender machen, an dem Sie auch diesen Profilen ein paar Streicheleinheiten gönnen.

4. Das Foto: Ein starkes Bild überzeugt jeden Online-Recruiter

Ob Ihr Foto auf Xing oder LinkedIn tatsächlich ein „klassisches“ Bewerbungsfoto mit Hochsteckfrisur, Schlips und Kragen sein muss, entscheiden Sie selbst. Je nach Arbeitsbereich in der IT ist ein natürlicheres Bild in Alltagskleidung auch absolut ok. Einzige Bedingung: Es sollte Sie im besten Licht zeigen – sowohl was Kleidung und Frisur angeht, als auch in punkto Belichtung und Bildqualität. Mit einem ausgefallen gestalteten Foto auch künstlerische Ambitionen erkennen zu lassen, ist in Ordnung. Wenn Ihr Gesicht aber kaum noch zu erkennen ist, sind Sie übers Ziel hinaus geschossen. Fragen Sie sich einfach, wenn Sie Ihr Foto betrachten: Würde ich mit diesem Menschen gern zusammenarbeiten? Eine zweite Meinung kann hier sehr hilfreich und erhellend sein.

Nutzen Sie die Macht eines aussagekräftigen Profilbildes auch auf Plattformen wie GitHub, StackOverflow oder Slashdot. Es lohnt sich. Ein Headhunter wird beim Social-Recruiting sehr viel schneller auf Sie aufmerksam werden. Darum sind auch hier lustige Urlaubsfotos oder verwackelte Schnappschüsse als Profilbild ein absolutes No-Go.

5. Der Standort: Ausgangspunkt jeder Suche beim Social-Recruiting

In den professionell orientierten Netzwerken geht es nicht darum, Ihren genauen Wohnort oder gar Ihre Adresse offenzulegen. Im Gegenteil: Geben Sie hier immer an, wo sich Ihre berufliches „Basislager“ befindet. Meist wird das die nächstgrößere Stadt sein bzw. die Stadt, in der Ihre aktuelle Arbeitsstelle ist.

Das Wichtigste aber: Halten Sie Ihren Standort überall aktuell! Ein potenzieller Arbeitgeber in Hamburg wird Sie beim Online-Recruiting erst gar nicht in seine Suche einbeziehen, wenn Sie laut Ihrem veralteten LinkedIn-Profil noch immer in Berlin wohnen.

6. Die Skills: Ihre persönliche Speisekarte für Online-Recruitment

Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Qualifikationen in Ihren Profilen vollständig angegeben sind. Bleiben Sie bei der Wahrheit und übertreiben Sie nicht. Ihre tatsächlichen Skills sollten Sie aber in der vollen Bandbreite zeigen: Konkretisieren Sie genaue Teilbereiche und geben Sie die Dauer Ihrer Arbeitserfahrung an. Und vor allem: Halten Sie Ihre Angaben immer auf dem neuesten Stand. (Wie, das haben Sie oben schon einmal gelesen?)

7. Die Diskussionskultur: Das eigene Skills-Profil für Social-Media-Recruitment zusätzlich schärfen

Seien Sie in Ihren Netzwerken möglichst viel aktiv, diskutieren Sie mit, beteiligen Sie sich in Gruppen etc. Dabei lohnt es sich sehr, die Themen hier auch als großes Ganzes im Blick zu behalten. Für das Social-Recruiting haben Sie beste Voraussetzungen geschaffen, wenn sich all Ihre Skills auch ausgewogen in Ihren Diskussionen und Aktivitäten widerspiegeln.

Achten Sie überall und jederzeit auf eine ordentliche Texteingabe. Ein fehlerfreier Beitrag macht immer einen guten Eindruck. Lesen Sie das Getippte noch einmal, bevor Sie es abschicken. Bei Einträgen mit mehr als 3 Sätzen: Kopieren Sie Ihren Beitrag kurz in ein Textverarbeitungsprogramm mit Rechtschreibprüfung. Das dauert nur ein paar Sekunden und Sie können in Windeseile noch allen Tippfehlern den Garaus machen.

8. Berufliches und Privates trennen: Den Social-Recruitern Kompetenz vermitteln

Liebeserklärungen oder Urlaubsfotos haben auf Xing, LinkedIn und Co. nichts verloren. Trennen Sie hier das Arbeitsleben vom Privaten. Denken Sie auch darüber nach, ob Sie sich gezielt einen rein beruflich orientierten Twitter-Account zulegen möchten. Die Mühe kann sich lohnen, schätzen Sie den damit verbundenen Aufwand aber realistisch ein. Denn auch hier gilt: Ein Account muss regelmäßig gepflegt werden, um aussagekräftig zu sein. Ein Tweet pro Tag ist Minimum. Starten Sie einen Testlauf und beobachten Sie Ihre eignen Gewohnheiten. Sie werden schnell merken, ob Ihnen diese Maßnahme liegt.

9. Den Überblick behalten: Zeigen Sie für Online-Recruitment Ihre ganz Palette immer in frischen Farben

Last but not least, damit Sie unsere Tipps auch umsetzen können: Behalten Sie immer den Überblick über Ihre Profile in den Social-Media-Kanälen. Wenn sich wichtige Dinge ändern, z. B. durch eine Weiterbildung oder einen Umzug, aktualisieren Sie am besten systematisch und in einem Zug all Ihre Profile. Besonders wichtig: Falls Sie irgendwo Ihren Lebenslauf z. B. als PDF hochladen, sollte auch dieser sofort angepasst werden.

 

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About Verena Budde

Verena Budde arbeitet seit 2012 für Dice. Als Marketing Executive betreut sie nun seit 2014 den deutschen Markt. Sie arbeitet eng mit dem Account-Management-Team zusammen, um die deutsche Tech-Gemeinschaft optimal mit den Kunden zusammenzubringen. Durch diesen Kontakt zu Unternehmen und IT-Profis hat sie die neuen IT-Entwicklungen und Themen immer im Blick. Mit einem sicheren Gespür für Trends pflegt sie die Social-Media-Programme und die Tech News. Außerdem ist sie für das Planen, Erstellen und Analysieren von E-Mail-Kampagnen zuständig und organisiert das Sponsoring sowie verschiedene Events in ganz Deutschland.
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