So verwandeln Sie einen Consulting-Auftrag in einen Vollzeit-Job

Vollzeit

Nehmen wir mal an, dass Sie als Auftragnehmer nach monatelangem Wechsel von Unternehmen zu Unternehmen endlich einen Arbeitsort finden, an dem Sie sich niederlassen möchten. Die gute Nachricht: Die meisten Arbeitgeber sind gerne bereit, Vollzeitstellen mit bewährten Vertragsnehmern zu füllen – vorausgesetzt, Sie folgen allen notwendigen Schritten, um den Job zu erhalten.

Hier nennen wir einige Faktoren, die einen Arbeitgeber positiv beeinflussen könnten, und ein paar Tipps, um Ihre Position als Vertragsnehmer in einen Vollzeitjob zu verwandeln.

Machen Sie sich unverzichtbar

Firmen nutzen Vertragspartner, um kurzfristig eine sofortige Dosis an Fachwissen ins Unternehmen zu bringen. Interim-Mitarbeiter (oder Leiharbeiter) sind flexibel in Sachen Zeiteinteilung und Arbeitsbelastung, was sie kostengünstig macht.

Jeder Tech-Pro, der darauf hofft, vom Auftragnehmer zum Vollzeit-Mitarbeiter zu werden, muss einen Arbeitgeber davon überzeugen, dass ein solcher Wechsel einen langfristigen Vorteil bietet. Als erstes müssen Sie ein Problem identifizieren, das laufende Aufmerksamkeit erfordert, und das Sie mit Ihren spezifischen Fähigkeiten lösen können. Dies kann ein kontinuierliches Investment in einen festen Mitarbeiter rechtfertigen.

Um Ihr Anliegen zu unterstützen, müssen Sie Ihrem Arbeitgeber mehr als nur die Grundlagen Ihrer potenziellen Rolle aufzeigen. Heben Sie hervor, wie Sie eine umfassende Auswirkung auf das Geschäft und die Produkte haben können. Während Sie noch Auftragnehmer sind, fragen Sie nach zusätzlichen Projekten (wenn Sie Kapazität dafür haben), oder bieten Sie an, einige Ihrer Fachkenntnis mit festen Mitarbeitern zu teilen. Wenn Sie sich freiwillig melden, um zusätzliche technische Probleme zu lösen, machen Sie sich nicht nur wertvoll für das Unternehmen: Es hilft Ihnen auch, Ihre Stärken hervorzuheben, wenn Sie Ihre Verhandlungen für eine Vollzeit-Position beginnen.

„Erweitern Sie ständig die Grenzen dessen, was Sie alles tun können,“ rät Harold Dill, Senior Technical Recruiter für The Goal, eine Tech-Personalfirma. „Tun Sie so, als hätten Sie bereits eine Vollzeit-Position. Denn was Sie bestimmt nicht wollen, ist ein fixer Job in einem Unternehmen, das Ihre Tätigkeiten einschränkt oder Sie zurückhält.“

Fragen Sie nach Feedback

Bitten Sie Ihren Manager im Laufe des Auftrags um sein Feedback. Dies kann Ihnen dabei helfen, Ihre Chancen auf eine Übernahme einzuschätzen. Außerdem könnte es den richtigen Moment bieten, Ihr Interesse an einer Vollzeitstelle vorzubringen.

Denken Sie daran, dass ein aufdringliches Auftreten oder das Stellen eines Ultimatums zu einer vorzeitigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses führen kann. Vor allem dann, wenn das Unternehmen nicht besonders großes Interesse an Ihren Diensten hat. Wählen Sie einen diplomatischeren Ansatz, da jede dauerhafte Arbeitsbeziehung von gegenseitigem Interesse abhängt. Versuchen Sie stets, aus einer Stärkeposition zu verhandeln. Streichen Sie Erfolge ein und untermalen Sie Ihren Wert. Dies wird einen Manager davon überzeugen, sich mit Ihnen zu treffen und zu verhandeln.

Beziehungen sind wichtig

In vieler Hinsicht ist der Übergang von einer Vertragsrolle zu einem Vollzeitjob ähnlich einer Beförderung: Insider haben einen deutlichen Vorteil. Sobald Sie sich entschieden haben, für Ihren idealen Arbeitgeber zu arbeiten, erweitern Sie langsam Ihren Einflussbereich in der Firma, so dass Sie – sobald eine neue Position frei wird – die Befürwortung und Unterstützung Ihres firmeninternen Netzwerks nutzen können, um den Deal abzuschließen.

„Es ist viel schwieriger, jemanden loszuwerden, den jeder kennt und mag,“ sagt Ben Casteel, Teamleiter für Talent-Akquise beim IT-Dienstleister Ascendum Solutions. „Versuchen Sie, einen positiven Einfluss auszuüben, indem Sie aus sich rausgehen und Beziehungen aufbauen.“

Bitten Sie Ihren Personalvermittler um Hilfe

Wenn Sie über eine Personalfirma arbeiten, kann Ihr Personalvermittler als Verbindung zur Firma Ihrer Wahl fungieren. „Er kann das Interesse des Tech-Managers abschätzen und einen reibungslosen Übergang erleichtern, wenn Sie ihn von Anfang an ins Boot holen,“ sagt Dill.

Ein Manager benötigt in der Regel ein genehmigtes Anforderungs- und Positions-Budget, um Sie an Bord zu bringen. Außerdem verwenden einige Arbeitgeber Vertragspartner, weil sie keine teuren Platzierungshonorare zahlen wollen. Das sollten Sie alles im Auge behalten, bevor Sie Ihr Angebot vorbringen.

„Ihr Personalvermittler kann Sie dabei unterstützen, die finanziellen Barrieren zu überwinden, die Sie von einem Wechsel abhalten könnten,“ sagt Dill. „Wir kennen die Praktiken der Unternehmen, die Budgeteinschränkungen und auch die Kosten, die entstehen, wenn man einen Tech-Profi mit hochspezialisierten Fähigkeiten gehen lässt.“

Seien Sie wählerisch

Es mag zwar verlockend sein, ein Vollzeit-Angebot zu akzeptieren, wenn Sie endlich einen Manager und ein technisches Umfeld finden, das Sie mögen – Letztlich ist es aber ein Bewerbermarkt. Wenn es bei einer Firma nicht klappt, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sie eine andere fixe Stelle finden.

„In mehr als 50 Prozent aller Fälle liegt es an Ihnen, langfristig in einem Unternehmen zu bleiben,“ sagt Casteel. „Wenn Sie die passenden Fähigkeiten und die richtige Einstellung mitbringen, werden die Manager einen Weg finden, Sie zu behalten.“

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About Leslie Stevens-Huffman

Leslie Stevens-Huffman ist Autorin mit Schwerpunkt Business & Karriere und lebt in Südkalifornien. Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Personalvermittlungsbranche und schreibt Blog-Posts und Vorlagen für Lebensläufe. Zudem gibt sie den IT-Experten in der englischen Dice-Community seit 2006 praktische Karrieretipps. Ihren Bachelor-Abschluss in Englisch und Journalismus machte sie an der University of Southern California.
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