Pushen Sie Ihre Karriere mit innovativem Mentoring

Mentoring

Die Teilnahme an Mentoring-Programmen geht für viele Entwickler mit einem überdurchschnittlichen Gehalt einher – das behauptet zumindest die StackOverflow 2016 Developer-Umfrage.

Die Teilnehmer dieser Umfrage geben an, dass Mentoring ihnen geholfen hat, verschiedene Herausforderungen zu meistern – wie z. B. ineffiziente Entwicklungsprozesse oder unrealistische Erwartungen seitens der Führungskräfte.

Allerdings reicht das von Arbeitgebern angebotene One-on-One-Mentoring nicht aus, um die steigende Nachfrage nach Beratung, Gedankenaustausch und Coaching zu erfüllen, vor allem in der sich so schnell verändernden Tech-Branche. „Es wird immer schwieriger, Menschen zu finden, die Junior-Profis coachen, weil sich die hierarchischen Organisationsstrukturen nach und nach auflösen“, sagt Nigel Dessau, ein erfahrener Tech-Manager und Gründer von The 3 Minute Mentor. „Glücklicherweise sehen wir die Entwicklung neuer Modelle, die dazu dienen, den unterschiedlichen Bedürfnissen und Umständen der Teilnehmer gerecht zu werden.“

Hier finden Sie einen Überblick der heutigen flexiblen Mentoring-Modelle. Sie können einzeln oder miteinander kombiniert verwendet werden, um Ihre Tech-Karriere anzukurbeln.

One-on-One Mentoring

Für diejenigen, die eine breitere Perspektive und ein erweitertes Netzwerk benötigen, um ihrer Karriere den entscheidenden Kick zu geben, lautet die gute Nachricht, dass das traditionelle Mentoring-Modell ganz neu erfunden wurde.

„Externes Mentoring fokussiert oft einzig und allein die Frage, wie man Work-Life-Balance oder Workforce-Vielfalt erreichen kann, während interne Programme eher dazu neigen, Wissen zu vermitteln“, sagt Luis Velasquez, Leadership Coach und Mitbegründer von Velas Consulting.. „Heutzutage haben Mentees verschiedene Mentoren für unterschiedliche Bedürfnisse und die Beziehungen entwickeln sich dementsprechend … Der Mentor kann so lange wie nötig als Fürsprecher, Testperson, Berater oder Coach fungieren.“

Reverse Mentoring

Die Millennials überholen gerade die Baby-Boomers als größte Generation am Arbeitsplatz, daher nimmt das Peer-Mentoring-Modell mit umgekehrten Rollen immer mehr Schwung auf.

Und so funktioniert es:

Jüngere Tech-Profis teilen freiwillig hochmoderne, technische Kompetenzen mit älteren Kollegen. Im Gegenzug erhalten die Neulinge mehr Aufmerksamkeit und Ansehen sowie institutionelles Know-how, Führungseinblicke, Karriereberatung und Netzwerkkontakte.

Es gibt nur ein Problem: Ein zu großes Ego kann im Weg stehen.

„Reverse Mentoring erkennt, dass beide Parteien Wissenslücken haben und voneinander lernen können“, sagt Velasquez. „Die Teilnehmer müssen sich gegenseitigen respektieren und eine gute Beziehung aufbauen, deshalb erfordert dieses Modell eine persönlichere Art von Matching.“

Gruppen-Mentoring

Gruppen-Mentoring basiert auf der Idee, dass viele Köpfe besser als einer sind. Vier bis sechs individuelle Mentees kommen einmal im Monat zusammen, um Wissen zu teilen, Fähigkeiten zu entwickeln und voneinander über ein bestimmtes Thema oder eine Technologie zu lernen.

„Dies ist eine praktische Option im Tech-Bereich, wo es schwierig sein kann, Experten für neue Technologien oder Fachgebiete zu finden“, sagt Dessau.

Ein Moderator führt die Diskussion und stellt Fragen, die als Resonanzboden dienen und die Dinge in Schwung halten. Einige Gruppen greifen auch auf externe Moderatoren zurück, je nach dem welches Thema sie im jeweiligen Meeting erörtern.

Micro-Mentoring

Wenn Ihnen die Teilnahme an einem organisierten Mentoring-Programm zu zeitaufwendig und unflexibel erscheint, dann fragen Sie einfach nach einem spezifischen Ratschlag auf Ad-hoc-Basis! Erstellen Sie eine Liste von Kontakten und Ressourcen, die in Schlüsselbereichen gut bewandert sind – zum Beispiel für effektives Scrum-Management, Stakeholder-Beziehungen oder für den Verkauf von Ideen an das obere Management. Fragen Sie Ihre Kontakte, ob sie bereit wären, Sie hin und wieder mit Rat und Tat zu unterstützen. Natürlich müssen Sie sich dafür auch revanchieren, doch ein persönlicher Pool mit vertrauenswürdigen Beratern kann von unschätzbarem Wert sein.

Speed-Mentoring

Speed-Mentoring ist eine weitere Variante des Micro-Mentoring-Formats. Mentees besuchen kurze, One-on-One-Sessions mit Experten und Branchenführern bei Tech-Konferenzen oder auf anderen Veranstaltungen. Hier finden Sie ein Beispiel von der letztjährigen Lean Startup Conference und eines vom OpenStack Summit. Sie müssen sich einfach nur anmelden, und die Organisatoren teilen Sie einem Mentor zu, passend zu den Themen, die Sie interessieren.

Die Tage, in denen man im Laufe seiner Karriere nur einen Mentor hat, sind vorbei. Sie benötigen heute mehrere Mentoren und verschiedene Perspektiven, die Ihnen eine lange und produktive Karriere in der Tech-Branche ermöglichen.

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About Leslie Stevens-Huffman

Leslie Stevens-Huffman ist Autorin mit Schwerpunkt Business & Karriere und lebt in Südkalifornien. Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Personalvermittlungsbranche und schreibt Blog-Posts und Vorlagen für Lebensläufe. Zudem gibt sie den IT-Experten in der englischen Dice-Community seit 2006 praktische Karrieretipps. Ihren Bachelor-Abschluss in Englisch und Journalismus machte sie an der University of Southern California.
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