Mission to the Moon: Vodafone bringt LTE-Technologie ins All

Zerklüftete Krater, enorme Temperaturschwankungen und unendliche Weiten einer kargen Steinlandschaft: Unser Mond fasziniert – und bald bestimmt noch ein bisschen mehr. Denn in Zukunft wird Vodafone als erster Telekommunikationsanbieter zu unserem kosmischen Nachbarn starten, um hochleistungsfähige LTE-Technologie ins All zu bringen.

Vor 48 Jahren klebten Millionen Menschen weltweit vor dem Fernseher, als Neil Armstrong mit der Apollo 11 erstmals einen Fuß auf den Mond setzte. Einzig die verrauschte, flimmernde Bildqualität würde heute wohl niemanden mehr vom Hocker reißen. Das muss sie auch nicht, denn wenn bald wieder eine Raumfähre auf dem Erdtrabanten landet, wirst Du diese Mission im Idealfall nicht nur live, sondern auch hochauflösend mitverfolgen können. Dafür bringt Vodafone auf seiner „Mission to the Moon“ erstmals LTE-Technologie auf den Mond.

LTE auf dem entferntesten Außenposten der Menschheit

Es ist ein wichtiger Schritt für die künftige Erforschung des Erdtrabanten und Grundlage für viele weitere Missionen – wohl auch für die erste bemannte Siedlung auf dem Mond, die mit dem Projekt ESA Moon Village bereits in Planung ist. Ob und wie LTE die Weltraumforschung bereichern kann, merkst Du dann schon bald. Denn dank moderner Kommunikations-Technik wird es erstmals möglich, hochauflösende Bilder von unserem kosmischen Nachbarn zu sehen.

Landemodul ALINA auf den Spuren von Apollo 17

Unter der Leitung der Berliner PTScientists wird Vodafone als Partner der ersten privatfinanzierten Mondmission eine LTE-Basisstation auf dem Erdbegleiter errichten – nicht irgendwo, sondern unweit der Landestelle von Apollo 17, dem letzten bemannten Mondflug im Jahr 1972. Das autonome Raumfahrzeug ALINA soll die zwei Roboterautos von Audi auf den Mond befördern. An Bord hat das Landemodul modernste Mobilfunktechnologie, die im All als Basisstation dient und die Funkverbindung zur Erde herstellt.

LTE-Technologie revolutioniert die Weltraumforschung

Wenn es mit dem „Soft Landing“ in knapp 385.000 Kilometer Entfernung klappt, sollen sich die beiden Audi Lunar Quattro Rover auf Erkundungstour zu Apollo 17 begeben. Sie sind für die energiesparende Übermittlung der Daten ebenfalls mit einem LTE-Modul ausgestattet und tauschen sich über das Vodafone-Netz sowohl untereinander als auch mit ALINA aus. „Mit Vodafone haben wir einen hervorragenden Technikpartner für die Reise ins All gefunden. Und mit LTE eine Technologie mit Weltraum-Potenzial“, so Robert Böhme, CEO der Part Time Scientists. Denn die Steuerung des Raumschiffs und die sichere Landung seien nur die eine Seite der Medaille. „Ein energieeffizientes Netz, mit dem wir unsere Geräte und Operationen und damit die ganze Mission dort oben steuern können, macht wahre Forschung erst möglich. Und genau das bietet LTE.“

Vodafone optimiert die kosmische Kommunikation

Natürlich lässt sich nicht alles, was der Weltraum an Überraschungen zu bieten hat, auf der Erde testen – aber zumindest einkalkulieren. Um gegen die störrischen Temperatur-Schwankungen von etwa 300 Grad Celsius, fehlende Atmosphäre und Weltraumstrahlung bestmöglich gewappnet zu sein, setzte das PTS-Team bei der achtjährigen Forschung an ALINA auf etablierte Raumfahrt-Technik. Auf dem Erdtrabanten selbst soll dann aber bislang unerprobte Technologie die Forschungsarbeit erleichtern. Für genau diesen Part ist Vodafone mit seiner LTE-Technologie zuständig – und bewegt sich damit in dünner Atmosphäre auf ganz neuem Terrain. Nicht nur die Weltraumstrahlung könnte dem für die Erde entwickelten LTE-Modem zu schaffen machen.

Zwischen Pioniergeist und Wagemut

Trotz einiger unvorhersehbarer Risiken birgt die LTE-Technologie ganz wesentliche Vorteile für den Einsatz im All. Die neue Netzinfrastruktur kann zum Beispiel auch von anderen Partnern auf dem Mond genutzt werden. „Mit unserem Engagement wollen wir aber nicht nur einen Infrastruktur-Beitrag leisten, sondern auch zeigen, dass aus ganz Kleinem ganz Großes entsteht: mit Mut, Pionier- und Erfindergeist. Made in Germany.“, führt Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter aus.

Wird die Mission to the Moon mit schnellem LTE belohnt?

Ursprünglich ist das Projekt „Mission to the Moon“ 2008 im Rahmen eines Google Wettbewerbes gestartet. Seit 2010 ist auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als Partner dabei. Noch tüfteln die PTS-Forscher am Feinschliff von ALINA, der Flug ist aber bereits gebucht. Als Fracht der Trägerrakete Falcon 9 wird das Raumfahrzeug mit der Vodafone-Technik vom Cape Canaveral in Florida abheben. Exakt einen Mond-Tag, also einen halben Erden-Monat, hat das deutsche Team für ihre Forschungen Zeit – für Vodafone genug, um seine LTE-Technologie auf dem Mond in Betrieb zu nehmen und herauszufinden, ob die irdische Kommunikationstechnik auch im Weltraum zuverlässig funkt(ioniert).

 

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