Mit Laptop und Lederhose: IT-Jobs in München

Die IT-Metropole München.

München ist eine der IT-Hochburgen Deutschlands – „Isar Valley“ liegt deutschlandweit ganz vorne, was die Gründung von IT-Start-ups angeht und in keiner anderen deutschen Stadt werden so viele IT-Jobs angeboten wie hier. Zahlreiche Meetups und Konferenzen erleichtern das Netzwerken, die Hochschulen der bayrischen Landeshauptstadt sind erstklassig, versorgen die ansässigen Unternehmen mit hochqualifizierten Mitarbeitern und sind offen für Kooperationen. Ein wahres Paradies für ITler und Techies? In diesem Portrait über die IT-Hauptstadt München kommen auch zwei Münchner zu Wort und berichten, was ihnen an der Isarmetropole so gefällt.

 

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Besser als London und Paris: ITK-Standort München

München zählt zu den Top- ITK Hotspots Europas, wie eine Studie der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2014 zeigte. „Digitalen Erfolg“ bemisst die EU dabei an der Dichte und Vernetzung hochkarätiger Forschungseinrichtungen, der Möglichkeit, innovative Ideen an den Markt zu bringen – oft mit dem nötigen Venture-Kapital und Kooperationen verbunden – und an einer regen Geschäftstätigkeit mit vielen Tech-Unternehmen und IT-Jobs.

Alles Klassen, in denen München glänzen kann: Die Kooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaft sind so konstant wie die berühmte Surf-Welle am Eisbach und an Kapital scheint es in der Metropole auch nicht zu mangeln. Zum Ranking trägt die preisgekrönte Informatik-Fakultät an der TU München ebenso bei, wie der Fakt, dass München zu den Top-Städten Deutschlands zählt, wenn es um die Gründung von Start-ups und Unternehmen geht.

 

Start me up! München ist IT-Gründerhauptstadt

Zwar hat Berlin vor Hamburg und München noch immer den besten Ruf als deutsche Start-up-Stadt – in der Theorie ziehen selbst Münchner Gründer Berlin der bayrischen Hauptstadt vor – doch tatsächlich gegründet wird in München am meisten. Das zeigte eine Studie zur deutschen Gründungsdynamik des bitkom. Das gilt besonders für Software-Unternehmen, aber auch in den anderen ITK-Sektoren schneidet München sehr gut ab. Die meisten Münchner Gründer geben übrigens „persönliche Gründe“ für die Standortwahl an – das heißt, sie sind (möglicherweise als TU-Absolventen) ohnehin schon dort und möchten wegen ihres Netzwerks aus Freunden und Familie die lebenswerte Stadt nicht verlassen. Was München zusätzlich für IT-Jobsuchende und frisch „Zuagroaste“ attraktiv macht, ist der große Personalhunger der Münchner Start-ups:

Münchner IT-Start-ups beschäftigen nämlich überdurchschnittlich viele Mitarbeiter – diese Mentalität schafft jährlich viele neue IT-Jobs in München. Ein durchschnittliches Start-up beschäftigt in Deutschland gerade mal 13 Mitarbeiter – in München sind es dagegen ganze 21! Hervorragende Chancen für Jobsuchende auf der Jagd nach einem IT-Job. Einer der wichtigsten Gründe für Start-upper, sich für den Standort München zu entscheiden, ist übrigens (neben den genannten persönlichen Gründen und der guten Münchner Infrastruktur) die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern. Ein Glück, dass eine der besten Hochschulen für Informatik gleich vor Ort ist!

 

Preisgekrönt studieren an der TU München – hier werden IT-Jobs geschaffen

Die Fakultät für Informatik an der TU München kann stolz auf ihre Wissenschaftler und Absolventen sein, denn sie haben ihr in den letzten Jahren hervorragende Rankings eingebracht. Im internationalen Vergleich ist sie unter den Top 50 der weltweit besten Informatik-Studiengänge und in mehreren nationalen Rankings die beste IT-Fakultät Deutschlands. Untersucht werden dabei übrigens nicht nur Evaluationen der Studierenden, sondern auch wie häufig die wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Hochschule von anderen zitiert werden. Die Wirtschaftswoche befragte bei ihrem Hochschulranking 2015 Personalverantwortliche nach den Qualifikationen frisch ausgebildeter Berufseinsteiger – auch hier schnitten sowohl der Informatik- als auch der Wirtschaftsinformatik-Studiengang der TU München mit Platz 1 ab. Die TU München dient übrigens nicht nur als Lieferant hervorragender Absolventen sondern ist auch selbst ein wahrer IT-Job-Motor: Dank der optimalen Förderung für Unternehmensgründer sind aus der Hochschule heraus seit 1990 an die 650 Unternehmen entstanden, die mittlerweile rund 14.500 Arbeitsplätze geschaffen haben.

 

IT-Jobs in München – viel Arbeit + wenig Bewerber = hohes Gehalt

Zu den wenigen Nachteilen für Arbeitnehmer in München gehören sicherlich die relativ hohen Mietpreise, die München aktuell zum teuersten Pflaster Deutschlands machen – dementsprechend mehr verdient man hier als ITler aber auch. Im deutschlandweiten Gehaltsvergleich von Robert Half belegt München schon lange einen der vorderen Ränge, mit vier Prozentpunkten über dem deutschen Durchschnittsgehalt für IT-Jobs ist München sogar Spitzenreiter. Hier ansässige ITler können bei der Gehaltsverhandlung höher pokern als ihre Kollegen in Köln oder Berlin. Das spiegelt sich im hohen Bedarf an Arbeitskräften wieder, den München hat. In der Dice-IT-Jobbörse belegt München den vordersten Rang – hier sind aktuell beinahe 200 IT-Jobs mehr ausgeschrieben als in den Städten Frankfurt, Hamburg oder Berlin.

Zwei dieser Münchner Arbeitgeber sind PAYBACK und PENTASYS. Wir haben zwei ihrer Mitarbeiter gefragt, was sie an München so schätzen.

 

Was macht IT-Jobs in München so attraktiv? Die Münchner IT-Unternehmen PAYBACK und PENTASYS geben Auskunft

Der PAYBACK Pointee in New York.PAYBACK und seine Schwestergesellschaften Loyalty Partner Solutions und emnos sind seit jeher in München verwurzelt – wie für viele Münchner kam auch für den hier geborenen Firmengründer Alexander Rittweger ein Standortwechsel nicht in Frage. Entscheidend war für ihn die hohe Lebensqualität und gute Work-Life-Balance, die München seinen ITlern bietet. Die Verbundenheit mit München drückt sich unter anderem auch durch das PAYBACK Pointee aus, das mit Gamsbarthut und Lederhosn die Welt bereist (hier in New York). Das 1998 gegründete Unternehmen ist mittlerweile weit über den Start-Up-Status hinausgewachsen. Dadurch, erwähnt PAYBACK Mitarbeiter und Interviewpartner Thomas Falkenberg mit Bedauern, können sie nicht mehr „im gesamten Firmenverbund gemeinsam auf die Wiesn gehen, wie wir das noch vor einigen Jahren gemacht haben.“ Zum Ausgleich gibt es ein „Spielzimmer“ mit Bällebad, Tischkicker, Tischtennis und Spielkonsolen für die Mitarbeiter. Die freundschaftliche Arbeitsatmosphäre hat trotz der Größe des Unternehmens einen hohen Stellenwert bei PAYBACK und wird aktiv gefördert. Denn: „Das Unternehmen versteht, dass die Mitarbeiter unsere wichtigste Ressource sind und wir alles dafür tun müssen, Talente zu finden und bei der Stange zu halten – dabei hilft sicher, dass die Mitarbeiter sehr große Freiheiten genießen und konstruktive Kritik gefördert wird.“

Auch die PENTASYS-Gründer und große Teile des Managements stammen aus dem Großraum München sowie aus der Isarmetropole selbst. „Die ersten großen Projekte wurden für Unternehmen in München realisiert, insofern war die Verbindung zu dieser Stadt immer schon sehr eng“ berichtet Martin Lehnert, seit einigen Jahren Leiter Personalmanagement bei PENTASYS. Mit seinen Wurzeln in München legt das IT-Beratungs- und Systemhaus aber auch größten Wert darauf, nahe beim Kunden zu sein und hat daher seit seiner Gründung im Jahr 1995 weitere Niederlassungen in zahlreichen größeren deutschen Städten wie Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg oder Hamburg eröffnet. An seinem Unternehmen schätzt Martin Lehnert besonders den „Spirit of PENTASYS“: Aufgrund der festen Überzeugung, dass Innovationen und erfolgreiche Projekte nur in einer von gegenseitigem Vertrauen geprägten Arbeitsatmosphäre möglich sind, in dem alle Ideen Gehör finden und viel Freiraum für die eigenen Ideen ist, stehen im Unternehmen alle Türen immer für jeden Mitarbeiter offen. Der gute Zusammenhalt im Team ist ebenso wichtig wie die abwechslungsreiche Arbeit, „ein breites Angebot an IT-Projekten, vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten, ein von Offenheit und Respekt getragenes Umfeld und ein attraktives Vergütungsmodell mit zahlreichen Zusatzleistungen.“

 

Der Stellenwert von Technologie und IT in München wächst

Auf die Frage nach dem Stellenwert von Tech und IT in München antworten beide überschwänglich. München, „auch Isar Valley genannt“, sei, so Martin Lehnert die perfekte Stadt für einen IT-Projektdienstleister. „Der Großraum München zählt zu den bedeutendsten IT-Standorten weltweit. Zahlreiche Unternehmen haben ihren Hauptsitz in München und viele internationale IT-Konzerne ihre Zweigniederlassungen. Zudem verfügt der Raum München mit der Ludwig-Maximilians-Universität, der Technischen Universität und der Hochschule für angewandte Wissenschaften über drei große Universitäten bzw. Hochschulen und eine dementsprechend hohe Zahl an qualifizierten Absolventen.“ Für Thomas ist besonders wichtig, dass München viele Gelegenheiten für Networking und Weiterbildung bietet: „Das äußert sich in immer häufigeren, hochkarätigen Tech-Konferenzen, Meetups und Recruiting-Veranstaltungen. Mittlerweile kann man fast täglich ein interessantes Tech-Meetup besuchen und sich so mit Gleichgesinnten vernetzen. Zudem wächst die Start-up-Szene konstant und bringt frische Talente auch nach München.“

 

Die hervorragende Work-Life Balance macht Leben und Arbeiten in München so angenehm

Danach gefragt, was sie persönlich besonders an München schätzen, antworten die Befragten beinahe identisch und geben die hervorragende Lebensqualität und die gemütliche Atmosphäre Münchens an, die es sich trotz Großstadt-Status bewahrt hat. Thomas Falkenberg lobt besonders die erstklassige Infrastruktur aus „öffentlichem Nahverkehr, Autobahnanschlüssen und schnellen Internetverbindungen“ sowie die „Nähe zu vielen Seen und den Alpen“. Martin Lehnert findet „die Mischung aus hoher Lebensqualität und wirtschaftlicher Stärke“ besonders erwähnenswert. „Wir haben hier tolle Unternehmen, ein einzigartiges Umfeld und Umland, einen Mix aus bayerischer Gemütlichkeit und gleichzeitig der Weltoffenheit einer Großstadt.“ Nicht zu vergessen ist natürlich auch die „äußerst angenehme Biergartenkultur“, wie auch aus den Antworten der beiden durchschimmert, wenn man sie nach ihren Lieblingsorten in München fragt.

 

Im Sommer zeigt sich die IT-Metropole München von ihrer schönsten Seite

Die Isar wird nicht nur von münchner Itlern geschätzt.Thomas Falkenbergs Lieblingsplatz ist der Flaucher. „Das ist ein wunderschön renaturiertes Erholungsgebiet an der Isar, wo es einen gleichnamigen idyllischen, autofreien Biergarten auf der Isarinsel gibt. Es gibt endlose Isarstrände, an denen auch gegrillt werden darf und wo man sich im Sommer mit Freunden und Familie trifft und sich wie im Urlaub fühlt. Etwas weiter südlich kann man an der Floßlände auf einer stehenden Welle surfen und die großen Isarflöße aus Wolfratshausen mit Kapelle, Bierfässern und Passagieren in Volkfeststimmung ankommen sehen. Unweit davon gegenüber gibt es dann noch ein schönes Natur-Freibad mit Isarwasser, das Maria-Einsiedel-Bad.“

Martin Lehnert schätzt an München besonders das gemütliche Flair: „In München gibt es viele schöne Plätze. Immer wieder beeindruckt mich der Viktualienmarkt mit seinen bunten Marktständen und dem gemütlichen Biergarten. Obwohl dieser Platz auch bei den Touristen sehr beliebt ist, ist er doch authentisch geblieben und man fühlt sich manchmal in die Vergangenheit versetzt.“

 

 

Profilbild von Martin Lehnert, Pentasys München.Martin Lehnert leitet seit 2010 das Personalmanagement bei dem führenden IT-Beratungs- und Systemhaus PENTASYS in München. Er ist seit 2006 im Unternehmen. Lehnert studierte angewandte Sozialwissenschaften in München, absolvierte Zusatzausbildungen im Bereich Coaching/Beratung in Bonn und Berlin und ist seit zehn Jahren in verschiedenen Rollen im Personalmanagement beschäftigt.

 

 

 

Profilbild von Thomas Falkenberg, Payback München.Thomas Falkenberg ist seit 2007 bei PAYBACK in München. Dort war er bis vor kurzem als Performance Engineer für die Leistungsfähigkeit der IT-Lösungen mitverantwortlich. Seit Mai 2016 gestaltet der studierte Wirtschaftsinformatiker als Solution Architect die zukünftige Ausrichtung der PAYBACK Global Platform mit und beschäftigt sich aktuell mit der Transformation zu einer Micro-Service-Architektur, im Speziellen mit Service Registries.

 

 

 

 

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Fotos: Pixabay, PAYBACK, PENTASYS

About Verena Budde

Verena Budde arbeitet seit 2012 für Dice. Als Marketing Executive betreut sie nun seit 2014 den deutschen Markt. Sie arbeitet eng mit dem Account-Management-Team zusammen, um die deutsche Tech-Gemeinschaft optimal mit den Kunden zusammenzubringen. Durch diesen Kontakt zu Unternehmen und IT-Profis hat sie die neuen IT-Entwicklungen und Themen immer im Blick. Mit einem sicheren Gespür für Trends pflegt sie die Social-Media-Programme und die Tech News. Außerdem ist sie für das Planen, Erstellen und Analysieren von E-Mail-Kampagnen zuständig und organisiert das Sponsoring sowie verschiedene Events in ganz Deutschland.

One Response to Mit Laptop und Lederhose: IT-Jobs in München

  1. Ardekay 23. August 2016 at 11:35 #

    Da sollte man München als Arbeits-Ort wirklich mal in Betracht ziehen.

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