Brandheiße Einblicke in den IT-Arbeitsmarkt: Der Job Market Report 2016

Titelbild der IT-Arbeitsmarkt-Analyse 2016 von Dice

Was treibt die IT-Profis um? Wieviel verdienen sie und welche Jobs sind aktuell angesagt? Dice hat wieder eine umfangreiche Arbeitsmarktanalyse für die IT-Branche durchgeführt, um Tech-Profis und Unternehmen brandaktuelle und umfassende Einblicke in die Trends und den Status quo zu geben. Nun ist der Job Market Report 2016 online! Um die detaillierten Statistiken anzufertigen, hat Dice, die Online-Karriereseite für Technologieberufe, über 320 Profis aus der Branche befragt. Ergebnis ist eine 28 Seiten starke Arbeitsmarktanalyse mit aktuellen Zahlen und Insights zu den Themen Gehalt, Erwartungen, Mobilität, soziale Medien und Skills.

 

Den vollständigen IT Job Market Report 2016 jetzt online ansehen:

Vorschau der Titelseite des IT Job Market Report 2016 zum Download der Analyse

 

Was hat sich im IT-Arbeitsmarkt verändert?

Im Vergleich zum letzten IT Job Market Report von 2015 hat sich einiges getan. Hier sind die wichtigsten Veränderungen und Trends auf dem IT-Arbeitsmarkt in der Übersicht:

 

Männerdominierte Informatikbranche?

Obwohl große Teile der Politik und Gesellschaft versuchen, das Gegenteil durchzusetzen: 2016 gibt es effektiv weniger Frauen in der IT-Szene als noch 2015. Dieser Trend zeigt sich sowohl bei Festangestellten (nur 15 % der Beschäftigten sind Frauen), als auch bei Freiberuflern (nur 8 % aller Freiberufler sind weiblich). Obwohl der Unterschied zum letzten Jahr in beiden Bereichen nur zwei Prozentpunkte beträgt, fällt er, gerade bei einem männerdominierten Feld wie der Informatikbranche, stark auf.

 

Karrierelevel und Erfahrungen auf dem IT Arbeitsmarkt

Der private Sektor ist nach wie vor dominant, jedoch arbeiten 2016 schon signifikant mehr Informatiker im öffentlichen Sektor als noch 2015. Der öffentliche Sektor scheint also langsam die Notwendigkeit erkannt zu haben, IT-technisch aufzurüsten und in Arbeitsplätze zu investieren. Wir sind gespannt, wie sich dieser Trend in den nächsten Jahren entwickelt.

Der allgemeine Karrierelevel hat sich erhöht, wohingegen die allgemeinen Beschäftigungsbereiche gleich geblieben sind. Nach wie vor dominieren hier die drei Hauptaufgabenbereiche der Informatikbranche: Entwicklung, Beratung und Projekt-Management. Arbeitserfahrung spielt ebenfalls noch immer eine wichtige Rolle, denn mehr als 40 % der befragten selbstständigen Tech-Profis können mehr als 20 Jahre Erfahrung vorweisen – bei Festangestellten sind es immerhin knapp 30 %, die seit mindestens 20 Jahren in der IT-Branche arbeiten.

Damit einher geht auch ein gestiegenes Durchschnittsalter: 30 % der befragten Freiberufler sind zwischen 55 und 64 Jahre alt – schon 4% mehr als im Vorjahr. Unter den Festangestellten dominieren Männer mittleren Alters – ganze 37 % der Festangestellten sind zwischen 45 und 54 Jahre alt. Unter einem Alter von 18 Jahren hat letztes Jahr allerdings keiner der Befragten einen festen Job ergattern können, die jüngsten von der Umfrage erfassten Angestellten sind zwischen 18 und 24 Jahre alt und machen nur 1 % der Befragten aus. Auch das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Arbeitgeber viel Wert auf solide Arbeitserfahrung und Ausbildung ihrer Angestellten legen.

 

Arbeitsmarkt-Zahlen zu Gehalt und Stundensatz

Obwohl sich das durchschnittliche Gehalt bei Festangestellten kaum verändert hat, ist der durchschnittliche Stundensatz von Freiberuflern gestiegen. Dementsprechend erwarten auch fast 80 % der Festangestellten eine Gehaltserhöhung bei der nächsten Gehaltsprüfung, wohingegen nur knapp die Hälfte der Freiberufler auf einen höheren Stundenlohn hofft. Im Vergleich zeigt sich ein Trend zu steigenden Gehältern, die sich jedoch im oberen Mittelfeld einpendeln – wirklich hohe Gehälter mit Bruttojahreseinkommen über 100.00 € erhalten nur die oberen elf Prozent, das sind immerhin 2 % mehr Personen als noch im Vorjahr.

Von den Zusatzleistungen, die bei vielen Befragten 2015 auf der Wunschliste standen, sind mittlerweile einige umgesetzt worden. Dazu gehören beispielsweise Weihnachtsgeld und bezahlte Überstunden. Der Rentenzuschuss erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit unter den Arbeitnehmern. Ganze 87 % der Befragten nehmen solche und andere Leistungen in Anspruch. Dass familienfreundliche Zusatzleistungen wie z. B. Zuschüsse zur Kinderbetreuung immer noch kaum nachgefragt werden, spiegelt erneut die Geschlechterverteilung in der Branche wider. Im Großen und Ganzen jedoch spielen Zusatzleistungen so gut wie keine Rolle, um die Loyalität zum Arbeitgeber zu steigern – lediglich 1 % der Befragten gibt diese als Grund an, bei ihrem Arbeitgeber zu bleiben. Ein viel höherer Anreiz ist das Team – ganze 43 % der Befragten legen Wert auf ein angenehmes Arbeitsumfeld mit netten Leuten. Die richtige Bezahlung liegt mit 22 % weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz, wenn es darum geht, dem Chef die Treue zu halten.

 

Standort und Mobilität

Der Standort Berlin hat im letzten Jahr stark zugelegt, was die deutschlandweite Verteilung von Freiberuflern und Festangestellten im IT-Bereich angeht. Ergänzend gilt aber auch, dass rund ein Viertel der befragten Festangestellten für ein besseres Gehalt und 20 % für spannende Aufgaben bereit wären, den Wohnort zu wechseln. Ganz ähnlich verhält es sich auch mit den Freiberuflern, die insgesamt aber weniger mobil sind als IT-ler mit Festanstellung – 17% der Freiberufler würden ihren Wohnort weder für mehr Geld noch für bessere Karrierechancen verlassen.

 

Jobwechsel auf dem IT-Arbeitsmarkt

Festangestellte haben 2016 mehr Vertrauen in ihren Arbeitgeber gefunden, denn im Vergleich zu 2015 wollten im letzten Jahr nur noch halb so viele Angestellte ihren Arbeitsplatz sofort wechseln. Trotzdem will noch immer über ein Drittel aller Festangestellten den aktuellen Arbeitsplatz in den nächsten sechs Monaten verlassen. Der Hauptgrund für einen Arbeitsplatzwechsel ist demnach das Bedürfnis nach neuen Herausforderungen. Ein höheres Gehalt können sich immerhin 27 % als Grund für einen Wechsel vorstellen – das sind satte 17 % mehr als noch 2015. Offenbar sollten sich Arbeitgeber Gedanken darüber machen, ob sie ihren IT-lern am Arbeitsplatz mehr zutrauen sollten.

 

Welche Skills und Jobs dominieren den Informatik-Arbeitsmarkt?

Egal ob in der Suchmaschine oder auf Dice – der am häufigsten gesuchte IT-Skill ist nach wie vor Java. Das war schon 2015 nicht anders und wird wohl so bald auch nicht verändern. Wo 2015 noch Support und Berater die leuchtenden Sterne am IT-Himmel waren, werden 2016 immer mehr Analysten gesucht – nicht zuletzt, weil das Thema Big Data immer mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt ist. Auch in Entwicklung wird immer mehr investiert, wohingegen Designer und Tester in den Hintergrund rücken.

 

Arbeitsmarktanalyse zu Social Media und Online Recruitment

Informatiker verbringen viel Zeit am Computer. Das merkt man auch, wenn man sich die Zahlen zum Thema Soziale Netzwerke anschaut. Knapp 9 von zehn Informatikern nutzten soziale Netzwerke, um neue Jobs zu finden. 85 % bringen ihre Profile regelmäßig auf den neusten Stand, um für potentielle Arbeitgeber attraktiv zu sein. 93 % sind offen gegenüber Personalvermittlern, die sie auf sozialen und professionellen Netzwerken ansprechen – das sind 12 % mehr als noch 2015. Die Online-Jobsuche ist im Alltag der Informatikbranche angekommen. Mit 37 % die Nase klar vorn hat dabei noch immer das berufliche Netzwerk Xing. Der schärfste Konkurrent LinkedIn musste im Vergleich zum Vorjahr ein paar Prozentpunkte abgeben – denn auch andere soziale Netzwerke wie YouTube, Facebook oder Github spielen zunehmend eine Rolle.

 

Was ist neu? Mehr Inhalt, mehr Details, mehr aktuelle Zahlen

Im diesjährigen IT Job Market Report gibt es viele Neuheiten. Wir haben fast ein Drittel mehr Tech-Profis befragt als im Vorjahr. Außerdem hat der IT Job Market Report 2016 sechs zusätzliche Seiten bekommen, die zum Beispiel eine neue Rubrik zum Thema Branding enthalten. Hier widmen wir uns der Frage, inwiefern Arbeitgeber und Arbeitnehmer einander schon vor einem Bewerbungsprozess online überprüfen, wie der Name der Firma den Bewerber beeinflusst und welche Seiten Informatiker nutzten, um sich über Unternehmen zu informieren und diesen zu folgen.

Natürlich ist das nur ein kleiner Teil der Neuheiten, die auf Sie warten – am besten lesen Sie selbst:

Hier geht’s zum IT Job Market Report 2016!

 

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About Verena Budde

Verena Budde arbeitet seit 2012 für Dice. Als Marketing Executive betreut sie nun seit 2014 den deutschen Markt. Sie arbeitet eng mit dem Account-Management-Team zusammen, um die deutsche Tech-Gemeinschaft optimal mit den Kunden zusammenzubringen. Durch diesen Kontakt zu Unternehmen und IT-Profis hat sie die neuen IT-Entwicklungen und Themen immer im Blick. Mit einem sicheren Gespür für Trends pflegt sie die Social-Media-Programme und die Tech News. Außerdem ist sie für das Planen, Erstellen und Analysieren von E-Mail-Kampagnen zuständig und organisiert das Sponsoring sowie verschiedene Events in ganz Deutschland.
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