Die kommende Debatte über künstliche Intelligenz und Datenschutz

Artificial Intelligence - Künstliche Intelligenz

Auf seiner alljährlichen Worldwide Developers Conference (WWDC) in San Francisco gab Apple an, dass es mehr als willens ist, im Bereich der künstlichen Intelligenz in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Google, Amazon und Microsoft anzutreten.

Da diese Rivalen immer höher entwickelte Bots bauen, die auf natürliche Sprachbefehle der Benutzer reagieren können, hat Apple seine eigene digitale Assistentin, Siri, für Drittpartei-Entwickler freigegeben. Wenn sich die Dinge so entwickeln wie erwartet, wird Siri schnell weitere Funktionen haben und im Wesentlichen zu einer Art Butler für eine wachsende Anzahl Aufgaben werden. Und das ist nur die erste von sicher vielen Initiativen Apples im Bereich künstlicher Intelligenz.

Doch wie kann Apple seinen Bedarf an personenbezogenen Daten — dem Treibstoff einer effektiven Plattform für künstliche Intelligenz — mit seiner rigorosen Befürwortung des Datenschutzes der Benutzer vereinbaren?

Gemäß den Führungskräften von Apple liegt die Lösung in etwas, was sie „differenzierten Datenschutz” nennen. Wie Craig Federighi, der Senior Vice President des Unternehmens für Softwareentwicklung, erklärte, verwendet dieser Ansatz „Hashen, Subsampling und Geräuschinjektionen”, um Forschern eine „Lernmöglichkeit durch Crowd-Sourcing zu bieten, während gleichzeitig die Daten der einzelnen Benutzer vollkommen privat bleiben.”

Mit anderen Worten analysiert Apple die gesammelten Daten der Benutzer, während es seinen eigenen Wissenschaftlern die Möglichkeit verweigert, Muster und Informationen von Einzelpersonen zu erkennen. Dies ist ein lobenswerter Ansatz, der aber in der Vergangenheit von klugen Profitechnikern vereitelt wurde —wie Wired kurz nach Federighis Rede erwähnte, hatte Netflix bereits einmal ähnliche Techniken bei seiner eigenen Forschung ausprobiert, um erleben zu müssen, wie eine Gruppe von Außenstehenden die Identität von Personen durch die Verknüpfung von Daten erkannte.

Apple behauptet auch, dass einige seiner frühen Nutzungen von künstlicher Intelligenz, wie die Gesichtserkennung, auf den Geräten der Benutzer stattfinden, so dass es nicht notwendig ist, Bilder oder Informationen auf Apples Servers zu laden. Dies ist ein Unterschied zu Google und Facebook, bei denen die Benutzer Inhalt auf die jeweiligen Datenzentren hochladen müssen, um Aufgaben der nächsten Generation auszuführen, wie das Taggen von Fotos oder die automatische Empfehlung von Email-Antworten. Nach Ansicht der Führungskräfte von Apple stellt das Vorhandensein von Benutzerdaten auf den Servern eines Unternehmens potenziell ein Datenschutzproblem dar, vor allem wenn diese Information gehackt oder vom Gericht anfordert werden.

Das soll nicht heißen, dass Apples Rivalen rücksichtslos sind, wenn es um personenbezogene Daten geht. Nach der MIT Technology Review verwenden Google und Microsoft eine Reihe von Techniken, um auf ihren Plattformen für künstliche Intelligenz enthaltene personenbezogene Daten zu tarnen, einschließlich einer homomorphen Verschlüsselung, die verschlüsselte Ergebnisse aus verschlüsselten Daten erstellt.

Aktuelles Thema im Bereich künstliche Intelligenz

Wenn Sie Entwickler oder Profitechniker sind, der auf irgendeine Weise mit künstlicher Intelligenz arbeitet, wird Datenschutz in den nächsten Jahren sicher immer wieder zum Thema von Debatten werden. Diese Diskussion wird sich auf einige wesentliche Punkte konzentrieren:

  • Wie viele personenbezogene Daten braucht eine Plattform für künstliche Intelligenz tatsächlich?
  • Auf welche Daten sollte eine Plattform für künstliche Intelligenz Zugriff haben?
  • Kann es eine Funktion mit künstlicher Intelligenz auf einem Gerät geben oder müssen die Daten in die Cloud gehen?
  • Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um sicherzustellen, dass die von der künstlichen Intelligenz verwendeten Daten sicher sind?

Die Antwort auf diese (und andere Fragen) helfen bei der Bestimmung, ob eine bestimmte Maßnahme mit künstlicher Intelligenz ein Erfolg oder ein skandalträchtiger Misserfolg ist. Während Apple mit seinem differenzierten Datenschutz seinen Standpunkt klarstellt, ist damit zu rechnen, dass die Debatte über künstliche Intelligenz und Datenschutz noch lange Zeit anhalten wird.

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